Augmented Reality eröffnet neue Möglichkeiten, digitale Inhalte direkt mit realen Orten und Objekten zu verbinden. Genau diese Möglichkeiten stehen jetzt auch in espoto zur Verfügung.
Mit unserem neuen AR-Feature kannst du digitale Inhalte über die Kamera des Smartphones in die reale Umgebung einblenden und direkt in deine Games integrieren.
Ein 3D-Objekt erscheint plötzlich auf einem Platz. Ein Plakat wird zum Auslöser für ein digitales Element. Ein Schriftzug schwebt im Raum. Oder deine Spieler müssen zunächst ein bestimmtes Motiv finden, bevor ein Spot freigeschaltet wird.
Damit wird Augmented Reality in espoto nicht nur zum visuellen Effekt, sondern zu einem echten Bestandteil des Spielablaufs.
Was ist mit espoto AR möglich?
Während Augmented Reality in espoto früher über einen Drittanbieter bereitgestellt wurde, haben wir die Technologie jetzt direkt in unsere eigene Plattform integriert. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Für die Nutzung von AR fallen – anders als bisher – keine zusätzlichen Kosten mehr an.
In unserem Online Editor wird AR zukünftig über sogenannte AR-Szenen verwaltet. Eine AR-Szene bündelt einen oder mehrere digitale Inhalte und kann anschließend mit einem Spot verknüpft werden.
Dabei unterstützt espoto unterschiedliche Arten von AR-Inhalten:
- Bilder
- Videos
- Farb-Overlays
- dreidimensionale Schriftzüge
- 3D-Modelle
Mehrere Inhalte können dabei auch innerhalb einer Szene kombiniert werden. So lässt sich beispielsweise ein 3D-Objekt gemeinsam mit einem erklärenden Schriftzug darstellen.
Gerade diese Kombination macht AR für Game Designer interessant: Die Technologie muss nicht für sich allein stehen, sondern kann gezielt dort eingesetzt werden, wo sie eine Geschichte, ein Rätsel oder einen bestimmten Moment im Spiel unterstützt.
Reale Objekte werden Teil des Spiels
Eine besonders spannende Möglichkeit sind sogenannte Trigger-Bilder.
Dabei erkennt die Smartphone-Kamera ein bestimmtes Bild oder Motiv in der realen Umgebung. Das kann beispielsweise ein Plakat, eine Illustration, ein Aufkleber oder ein anderes gut erkennbares Motiv sein.
Sobald die App dieses Bild erkennt, erscheint der hinterlegte digitale Inhalt direkt darauf.
Dadurch lassen sich reale Gegenstände und Orte viel stärker in den Spielverlauf einbeziehen.
Ein scheinbar gewöhnliches Bild kann plötzlich ein Video zeigen. Ein Hinweis kann erst sichtbar werden, wenn die Spieler den richtigen Gegenstand gefunden haben. Oder ein grafisches Element verändert sich virtuell vor den Augen der Teilnehmer.
Für digitale Schnitzeljagden und Escape Games entsteht dadurch eine zusätzliche Ebene zwischen der realen und der digitalen Welt.
3D-Objekte frei im Raum platzieren
3D-Texte und 3D-Modelle müssen nicht zwingend an ein Trigger-Bild gebunden werden.
Sie können auch frei in der Umgebung platziert werden – beispielsweise:
- auf dem Boden,
- auf einem Tisch,
- an einer Wand,
- oder frei schwebend im Raum.
Damit lassen sich komplett virtuelle Objekte in reale Spielsituationen integrieren.
Aus einem Marktplatz kann plötzlich der Standort eines virtuellen Artefakts werden. Vor einem Gebäude könnte eine historische Figur erscheinen. In einem Eventraum kann ein digitales Objekt Teil einer Teamchallenge werden.
Vor allem bei storybasierten Games entstehen dadurch neue Möglichkeiten, Inhalte sichtbar zu machen, die in der realen Umgebung eigentlich gar nicht existieren.
AR ist nicht nur Dekoration – sondern eine Spielmechanik
Für uns war bei der Umsetzung wichtig, dass Augmented Reality nicht einfach nur als zusätzlicher visueller Effekt funktioniert.
AR kann deshalb in espoto direkt in den Spielablauf eingebunden werden.
Eine AR-Szene kann grundsätzlich auf zwei Arten verwendet werden:
A) AR als Check-in
Statt einen Spot beispielsweise über GPS oder QR-Code zu betreten, können die Spieler einen bestimmten AR-Inhalt suchen.
Erst wenn die Kamera das entsprechende Motiv beziehungsweise die Szene erkennt, wird der Check-in abgeschlossen.
Das eignet sich beispielsweise für Aufgaben wie:
„Findet das Wappen am Gebäude und richtet eure Kamera darauf.“
Damit wird der reale Ort selbst zum Zugangspunkt für den nächsten Teil des Spiels.
B) AR als Aufgabe
Alternativ kann eine AR-Szene als eigenständiger Aufgabentyp verwendet werden.
Sobald die App den entsprechenden Inhalt erkennt beziehungsweise platziert, gilt die Aufgabe als gelöst. Die Punkte können wie gewohnt über den Spot vergeben werden.
Gerade für Rätsel und Entdeckungsaufgaben lassen sich damit völlig neue Spielmomente gestalten.
Eigene 3D-Modelle direkt einsetzen
Besonders interessant für individuell gestaltete Games ist die Möglichkeit, eigene 3D-Modelle zu verwenden.
Für die Erstellung einer Szene kann beispielsweise ein Modell im GLB-Format hochgeladen werden. Da Android und iOS unterschiedliche Formate für 3D-Inhalte verwenden, erzeugt das espoto CMS aus einer GLB-Datei automatisch die benötigte USDZ-Variante für iPhones und iPads.
Über die Vorschau im CMS können Größe und Rotation eines Modells bereits während der Einrichtung kontrolliert werden.
Dadurch lassen sich beispielsweise eigene Figuren, Objekte, Produkte oder speziell für ein Game entwickelte Modelle integrieren.
Ideen für den Einsatz von Augmented Reality
Die Möglichkeiten hängen stark vom jeweiligen Spielkonzept ab. Besonders interessant sehen wir AR unter anderem in folgenden Bereichen.
A) Digitale Schnitzeljagden
Spieler entdecken virtuelle Inhalte an realen Orten.
Ein Gebäude kann beispielsweise einen verborgenen Hinweis enthalten oder ein bestimmtes Bild muss erst gefunden werden, bevor die nächste Aufgabe sichtbar wird.
B) Escape Games
AR kann Hinweise sichtbar machen, die in der realen Umgebung nicht vorhanden sind.
Ein Symbol erscheint erst über die Kamera, ein Gegenstand erhält eine zusätzliche digitale Ebene oder ein 3D-Objekt enthält den entscheidenden Hinweis für das nächste Rätsel.
C) Teamevents
In Teamspielen können virtuelle Objekte Teil einer Challenge werden.
Teams müssen beispielsweise gemeinsam einen bestimmten Trigger finden oder an einem Ort ein virtuelles Objekt entdecken.
D) Tourismus und Stadtführungen
Gerade an historischen Orten können AR-Inhalte zusätzliche Ebenen schaffen.
Denkbar sind beispielsweise virtuelle historische Objekte, ergänzende Informationen oder Figuren, die an einem bestimmten Standort erscheinen.
E) Museen und Bildung
Ausstellungsstücke oder Lernorte können um digitale Inhalte ergänzt werden.
Ein Objekt kann durch ein Video ergänzt werden, ein 3D-Modell kann Zusammenhänge verdeutlichen oder ein bestimmtes Motiv wird zum Ausgangspunkt einer Aufgabe.
Auch mehrsprachige AR-Erlebnisse sind möglich
AR lässt sich auch innerhalb mehrsprachiger Games einsetzen.
Wenn eine Szene beispielsweise Text oder beschriftete Bilder enthält, kann für jede Sprache eine eigene Szene hinterlegt werden. So lassen sich etwa unterschiedliche deutsche und englische Varianten verwenden.
Damit eignet sich das Feature auch für internationale Events, touristische Anwendungen und mehrsprachige Lernangebote.
Was passiert bei Geräten ohne AR-Unterstützung?
Augmented Reality läuft innerhalb der espoto App auf Android und iOS. Die Browser-Version der Spiele unterstützt AR derzeit nicht.
Gleichzeitig soll ein einzelnes Gerät ohne AR-Unterstützung nicht dazu führen, dass Teilnehmer im Spiel stecken bleiben.
Auf Geräten, die AR technisch nicht unterstützen, bietet die App deshalb einen Ersatzweg. Der entsprechende Spielschritt kann trotzdem abgeschlossen werden – lediglich das eigentliche AR-Erlebnis entfällt.
AR gezielt einsetzen statt möglichst häufig
Gerade bei einem neuen Feature ist die Versuchung groß, möglichst viele Spots damit auszustatten.
Aus unserer Sicht funktioniert AR aber besonders gut, wenn es gezielt als besonderer Spielmoment eingesetzt wird.
Ein unerwartetes 3D-Objekt kann ein echtes Highlight sein. Wenn dagegen jeder zweite Spot zunächst die Kamera öffnet, verliert dieser Effekt schnell an Besonderheit.
AR eignet sich deshalb vor allem für Momente, in denen die Verbindung aus realer Umgebung und digitalem Inhalt einen echten Mehrwert für Geschichte, Rätsel oder Spielerlebnis erzeugt.
AR jetzt in espoto ausprobieren
Die neuen AR-Szenen werden direkt im espoto CMS verwaltet und anschließend mit den gewünschten Spots verbunden.
Da das Feature nicht automatisch für jeden Zugang aktiviert ist, kannst du dich an deinen espoto Ansprechpartner wenden, wenn du Augmented Reality für deinen Account freischalten möchtest.
Du möchtest wissen, wie du deine erste AR-Szene erstellst?
In unserem Supportbereich findest du bereits ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Einrichtung von AR-Szenen, Trigger-Bildern, 3D-Modellen und zur Verwendung von AR als Check-in oder Aufgabe.